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Mauerfall

 ”Ich habe mir neue Jeans gekauft”

Erinnerungen an eine Jugend im geteilten Deutschland

Detmold. Am 9. November 2014 jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal. Zündstoff-Mitarbeiterin Anna Muer hat zwei Zeitzeugen aus dem Westen und aus dem Osten getroffen, um mit ihnen über die damaligen Alltag, die Bespitzelungen durch das Ministerium für Staatssicherheit und deren persönlichen Erlebnisse vor allem zum Tag des Mauerfalls, zu sprechen. Andrea M. (40) aus dem Osten, damals 14 Jahre alt, ist nach Lippe zu ihrer Tante gezogen, um einen Neuanfang durch ein Studium zu beginnen, während Kathrin B. (34) bis vor fünf Jahren in Northeim – an der damaligen DDR-Grenze wohnte – lebte und wegen der Liebe nach Lippe kam.

 Wo haben Sie damals gewohnt?
Kathrin: Ich habe mit meiner Familie nahe der östlichen Grenze der damaligen Bundesrepublik  in Northeim gewohnt.
Andrea: Luckau – eine frühere Kreisstadt im Spreewald in Brandenburg, damals mit ca. 6000 Einwohnern.

Wie war Ihr Leben damals?
Andrea: 1989 war ich 14 Jahre alt.  In der DDR war das Gemeinschaftsgefühl groß. Als Kinder waren wir bei den Pionieren, später bei der FDJ… Es gab viele gemeinsame Aktionen. Für uns war das Leben ‘normal’. Wir hatten nicht das Bedürfnis die DDR zu verlassen sowie andere. Unsere Briefe schrieben wir sehr oberflächlich, falls die Stasi sie kontrollieren würde.
Kathrin: Ich selber habe nicht viel von der Mauer mitbekommen. Wir hatten im Westen alles, sodass es uns gut ging und man sich als Kind kaum Gedanken darüber gemacht hat.

Hatten Sie Verwandte auf der anderen Seite?
Kathrin: Wir hatten Verwandte in Dresden. Kontakt bestand insofern, dass wir Besuche gemacht haben, Päckchen zu Weihachten verschickt wurden… Bei der Überfahrt in den Osten wurden wir stark kontrolliert, vor allem, weil meine Mutter beim Landkreis und mein Vater bei der Bank tätig war. Alles musste bis ins kleinste Detail angegeben werden: der Beruf, der Grund der Reise, das Ziel… Durch den Beruf meiner Mutter bestand bei der Stasi die Angst, dass sie Fluchthilfe durch Dokumentenfälschung leisten könnte. Wir wurden sogar während des Aufenthalts in Dresden bespitzelt.
Andrea: Im Westen hatten wir Onkels und Tanten. Mein Opa und mein Cousin sind dorthin ‘ausgewandert’.

Sie sprechen von ‘auswandern’…
Andrea: Damals sagte man ‘auswandern’, anstatt ‘flüchten. Mein Cousin ist 1989 noch über Ungarn in den Westen gegangen. Mein Opa ein paar Jahre früher. Wir haben uns gelegentlich heimlich in Berlin verabredet. Meine Eltern hatten aber nie vor in den Westen zu gehen.

Kathrin, wie war der Aufenthalt für Sie bei Ihren Verwandten?
Kathrin: Unsere Verwandte waren sehr um uns bemüht, wenn wir zu Besuch kamen. Es sollte alles im Haus sein, oft wurden sogar Sachen getauscht. Wir selber haben beispielsweise Seife, Strumpfhosen, Süßigkeiten und Kaffee mitgebracht – das war dort sehr teuer.

Bestand Kontakt zu den Verwandten?
Andrea: Wir haben uns gelegentlich heimlich in Berlin verabredet. Briefe formulierten wir oberflächlich, falls die Stasi sie kontrollieren sollte.
Kathrin: Wir besuchten unsere Verwandten in Dresden, verschickten Päckchen zu Weihachten…

Haben Sie viel von dem Umbruch mitbekommen?
Kathrin: Ich habe es selber nicht wirklich wahrgenommen. Durch meine Eltern und die Schule wurde ich mit dem Thema konfrontiert. Was ich nach dem Fall allerdings merkte, da wir sehr nah an der Grenze wohnten, waren die leeren Supermärkte, die von den Menschen aus dem Osten leergeräumt wurden.

Andrea, war es bei Ihnen im Osten anders…
Andrea: Die Nachricht hat sich schnell verbreitet, vor allem in der Schule. Am Donnerstag den 9. November 1989 waren viele Schüler nicht im Unterricht. Viele sind am gleichen Tag rüber gefahren.Niemand wusste, wie lange die Grenze offen bleiben würde.

Wollten Sie auch auf die “andere” Seite?
Kathrin: Meine Eltern sind direkt in den darauffolgenden Tagen mit mir in den Osten gefahren. Ich konnte noch die ganzen Wachtürme sehen.
Andrea: Ich war erst im Januar 1990 im Westen. Bei unserer Ankunft haben wir die 100 Mark Begrüßungsgeld bekommen.

Hatten Sie eine Idee, was Sie mit dem Geld machen wollten?
Andrea: Ich habe mir neue Jeans gekauft. Die konnte man sich in der DDR gar nicht leisten.

Welche Emotionen gingen in Ihnen vor?
Kathrin: Meine Eltern waren glücklich. Doch sie hatten Angst vor finanziellen Schwierigkeiten. Alle Menschen aus dem Osten sollten Begrüßungsgeld, sowie später die gleiche Rente bekommen wie wir, obwohl sie nie etwas in die Bundesrepublik eingezahlt hatten. Darüber regte sich mein Opa auf.

Man hört verschiedene Meinungen… War die Zeit vor dem Fall besser?
Kathrin: Auf keinen Fall! Ein Land durch eine Mauer zu trennen ist heute undenkbar. Das Leben, wie ich es von meinen Verwandten mitbekommen habe, „eingesperrt und mit Angst leben zu müssen, wünsche ich niemandem.
Andrea: Es ist schwierig zu sagen, Menschen erinnern sich oft nur an gute Zeiten, die schlechten werden schnell verdrängt… Sehr positiv war das Gemeinschaftsgefühl, welches meiner Meinung nach heute nicht mehr so stark ist.

Merken Sie noch Unterschiede zwischen den Menschen aus dem Westen und denen aus dem Osten?
Kathrin: Es gibt einige Ostdeutsche, das kann man nicht pauschalisieren, die immer noch davon ausgehen, man würde sie finanziell hintergehen.
Andrea: Wenn ich in Lippe noch ‘Ossis’ treffe, rede ich gerne über alte Erlebnisse. Es besteht noch ein Gefühl der Verbundenheit durch die gemeinsame Vergangenheit. Am Wesen der Menschen kann ich keine Unterschiede feststellen.

Vermisstenfall

Männer tot im Auto aufgefunden

Fahrzeug lag in Herford mehrere Meter tief in einem Waldgraben

Lemgo/Bünde. Die Polizei hat die Suche in Lemgo nach den beiden vermissten Maximilian Kammann (24) und Alexander Kiel (25) aus Bünde abgebrochen. Das Fahrzeug der zwei vermissten jungen Männer ist am Dienstagvormittag in Herford gefunden worden. Die beiden vermissten jungen Männer  wurden tot im Fahrzeug entdeckt. Wie die Polizei mitteilt, hat ein Passant ein umgeknicktes Straßenschild gemeldet, eine Polizeistreife hat dann das gesuchte Auto in Herford im Bereich der Kreuzung Lübbecker/Laarer Straße gefunden. Zurzeit deute alles auf einen Verkehrsunfall hin, so die Polizei.

Flüchtlinge

“Es reicht schon, wenn die Einheimischen sich mit uns unterhalten”

Gesprächspartner aus zwei Welten: Alban und Tobias. Foto: Muer

Gesprächspartner aus zwei Welten: Flüchtling Alban Dega und ASB-Mitarbeiter Tobias Bockermann. Foto: Anna Muer

Detmold. Viele Detmolder unterstützen die Flüchtlinge in den ehemaligen Wohnblocks der britischen Soldaten. Zündstoff-Mitarbeiterin Anna Muer hat Helfer Tobias Bockermann (23) vom Arbeiter Samariter Bund (ASB) und Flüchtling Alban Dega (19) aus Albanien getroffen, um mit Ihnen über die aktuelle Lage vor Ort, Hilfen und Zukunftspläne zu sprechen.

Wie unterstützt Du die Flüchtlinge?
Tobias: Wir nennen Sie ‘Gäste’ – es klingt viel positiver und wir wollen die Leute wie Gäste behandeln.

Ok, wie hilfst Du euren Gästen?
Tobias: Wir kümmern uns um deren Belange, wie beispielsweise bei Fragen zum Asylverfahren, bei Schwierigkeiten untereinander, die durch die angespannte Situation, Sprachbarrieren und durch unterschiedliche Nationalitäten entstehen.

Wie sieht das konkret aus?
Tobias: Da versuchen wir pädagogisch einzuwirken. Als Unterstützung stehen uns Dolmetscher zur Seite, zum Teil sind dies Gäste, die Deutsch oder Englisch beherrschen. So kann jedes Problem auf die ein oder andere Weise gelöst werden. Vor allem helfen wir bei spontan auftretenden Problemen, die sofort gelöst werden müssen, wie zum Beispiel wenn ein Heizkörper ausfällt. Eine Erzieherin kümmert sich um Kinder und Eltern. Ebenfalls ist eine Psychologin vor Ort, die sich um die traumatisierten Menschen kümmert.

Alban, dann kommst Du ins Spiel?
Alban: Ja. Ich engagiere mich nun als Helfer für die anderen Menschen. Das macht Spaß. Die Leute sehen mich als ‘großen Bruder’ an, weil ich jederzeit die Belange übersetzen kann, diese an die anderen Helfer weiterleite. Sprachbarrieren sind ein Problem, aber glücklicherweise kann ich in diesem Punkt weiterhelfen.

Du bist auch Gast…
Tobias: Schnell gelernt…
Alban: Ich bin mit meinen Eltern und meinem Bruder nach Deutschland gekommen. In Albanien leben noch meine Tanten, Onkels und Freunde. Die Umstände in meinem Land sind sehr kritisch.

Wie geht’s Dir hier?
Alban: Ich war sehr traurig und wusste nicht, wie es weiter geht. Ich kannte mich nicht aus und wusste nicht, was ich machen sollte. Ich musste alles zurücklassen. Nach einiger Zeit habe ich mich eingelebt und diese Aufgabe als Übersetzter ist gut, weil ich etwas tun kann.

Wie schätzt Du die emotionale Lage der Menschen ein?
Tobias: Die emotionale Lage ist unterschiedlich. Viele Menschen sind traumatisiert. Die Ungewissheit und die Unsicherheiten im Gastland belasten alle .

Welche Unsicherheiten meinst Du genau. . .
Tobias: Unsicherheiten sind vorhanden, da unser gesellschaftliches System unbekannt ist. Banale Dinge, wie das Bedienen einer Lampe, das Trinken von Leitungswasser aus dem Wasserhahn erscheinen nicht als selbstverständlich. Reaktionen uns gegenüber fallen verschieden aus – die einen reagieren gereizt, andere verhalten sich distanziert.

Was machst Du dann?
Tobias: Aufklären und Hilfestellung leisten – auch mit Hilfe anderer Gäste, die als Brücke fungieren.

Trotzdem sind die Gäste wahrscheinlich froh über jegliche Unterstützung, oder?
Tobias: Auf jeden Fall. Die Dankbarkeit der Gäste drückt sich auf unterschiedliche Weise aus. Wir haben Gäste, die wie ‘Bitte’ und ‘Danke’, gelernt haben. Ein weiterer Aspekt ist das psychische Befinden der Gäste, das einen großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat. Durch unsere und die Hilfe vieler Freiwilliger fühlen sie sich hier willkommen und ernst genommen. Das verbessert Geist und Körper und dann schmieden sie Zukunftspläne.

Welche Ziele hast Du für die Zukunft. . . .
Alban: Ich komme aus einer armen Familie und hatte aus finanziellen Gründen nie die Möglichkeit mich richtig auszubilden. Ich besitze keine berufliche Qualifikation, somit konnte ich keinen vernünftigen Beruf ausüben. Meine Mutter war sehr krank. Mein Traum ist es zu studieren.

Wo und welche Hilfen werden noch gebraucht?
Tobias: Benötigt werden Kleider-, Spielzeug- und Kinderwagenspenden. Man muss sich vor Augen führen, dass die Menschen nur mit ihrer Kleidung am Körper oder einer kleinen Tasche zu uns gekommen sind.
Alban: Es reicht schon, wenn die Einheimischen sich mit uns unterhalten, auch Ratschläge geben oder mit den Kindern spielen, um die triste Stimmung zu mindern.

Mode

 
Junger Lagenser gründet eigenes Modelabel

 

Steffen Redeker präsentiert ein T-Shirt seines Modelabels „Red.Clothing“.                Foto: Maximilian Röschlein

Steffen Redeker präsentiert ein T-Shirt seines Modelabels „Red.Clothing“. Foto: Maximilian Röschlein

Steffen Redeker aus Lage ist 21 Jahre alt und hat jüngst seine eigene Modemarke „Red.Clothing“ gegründet. Zündstoff-Mitarbeiterin Tessa Rölert hat ihn getroffen und ihm einige Fragen über die Produkte, den Entstehungsprozess und die Zukunft von „Red.Clothing“ gestellt.

Wie bist Du darauf gekommen, deine eigene Mode zu kreiern?
Steffen:
Ich war das letzte Jahr in der Welt unterwegs, überwiegend habe ich mich im australischen Melbourne aufgehalten. Ich habe viele inspirierende Leute kennengelernt, die etwas eigenes auf die Beine gestellt haben, sei es mit Musik, Mode oder im Schauspielbereich. Melbourne ist zwar nicht berühmt für Mode, aber in Australien bekannt dafür.

Hast Du bereits in Melbourne angefangen, Mode zu entwerfen?
Steffen:
Erste Ideen hatte ich dort schon, aber konkret angefangen habe ich erst, als ich Ende Mai wieder in Deutschland war. Anfangs habe ich niemanden eingeweiht, habe alles in Ruhe begonnen.

Was ist Dir an deiner Mode besonders wichtig? Was zeichnet sie aus?
Steffen:
Bei den T-Shirts war mir der Schnitt am wichtigsten. Es sollte oversize (lang geschnitten) und unisex sein. Auf Grund dessen, hatte ich zunächst Schwierigkeiten, eine Firma zu finden, die meine Ideen umsetzt, da die Wenigsten überhaupt länger geschnittene Shirts im Sortiment haben.

Hast Du Vorbilder in der Modewelt? Hast du dich an jemandem orientiert?
Steffen:
In den T-Shirts habe ich eigentlich den Melbourne-Style verwirklicht. Dort tragen fast alle lange T-Shirts in ähnlichem Design. Als ich nach Deutschland zurückkam, fiel mir stark auf, dass das hier keiner trägt. Der Style nimmt hier auch zu, aber der Unterschied zu Melbourne ist noch sehr groß.

Wie bist Du auf den Namen „Red.Clothing“ gekommen?
Steffen:
„Red.Clothing“ ist eine Kombination aus meinem Nachnamen, Redeker, und der Farbe Rot. Ich habe den Namen ausgewählt, da er einprägsam und leicht zu merken ist. Außerdem hat er so Bezug auf mich, ohne dass es einem direkt auffällt.

Wer arbeitet alles mit an „Red.Clothing“?
Steffen:
Bisher arbeite ich alleine daran. Mein Freund Maximilian Röschlein macht die Fotos, die Models auf der Internetseite, die meine Mode präsentieren, sind Freunde von mir. Generell bekomme ich viel Unterstützung von Freunden, mit einigen von ihnen, zum Beispiel Sebastian Klefisch, werde ich in Zukunft wohl auch enger zusammenarbeiten.

Wie hast Du die Produktion finanziert?
Steffen:
Ich konnte alles aus meinen eigenen Rücklagen finanzieren und habe von meiner Auslandsreise auch noch australische Steuern zurückbekommen. Das hat vorerst gereicht.

Planst Du, deine Produkte neben dem Online-Shop auch in Geschäften anzubieten?
Steffen:
Langfristig ist das der Plan. Ich möchte meine Mode gerne in Geschäften in größeren Städten anbieten. Im Online-Shop kann man die Produkte zwar weltweit kaufen, der Fokus liegt aber auf Deutschland und den Vertrieb hier.

Wie sieht die Zukunft generell für „Red.Clothing“ aus?
Steffen:
Ich plane eine Winterkollektion, also vor allem Pullover. Dabei bleibe ich bei dem schlichten und zurückhaltenden Stil, der bereits die T-Shirts bestimmt. Dabei sollen die Pullover anders als die Shirts eine normale Länge haben. Ich mag den Style, bei dem das Shirt länger ist als der Pullover. Wie die neue Kleidung letzten Endes aussieht, kann ich momentan aber noch nicht sagen, da ich erst am Anfang der Planung bin. Die neuesten Infos bekommt man aber auch immer auf meiner Website www.r3dclothing.com oder auch auf der Facebookseite www.facebook.com/r3d.clothing

Multimedia

Apple will neue iPhones am 9. September präsentieren

Das Warten auf die neuen iPhones scheint ein Ende zu haben. Foto: Maja Hiitij

Das Warten auf die neuen iPhones scheint ein Ende zu haben. Foto: Maja Hiitij

Apple will laut US-Medienberichten seine neuen, größeren iPhone-Modelle am 9. September vorstellen.

Bildschirmgrößen 4,7 bis 5,5 Zoll

Die Geräte sollen Bildschirmgrößen von 4,7 und 5,5 Zoll haben, berichteten das “Wall Street Journal” und die Technologie-Website “Recode” am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen und bekräftigten damit bisherige Informationen.

Beobachter rechnen mit goßer Nachfrage

Schon seit Monaten wird darüber spekuliert, dass Apple sich dem Branchentrend zu größeren Bildschirmen anschließt. Die aktuellen Modelle 5c und 5s bringen es nur auf 4 Zoll und gehören damit zu den Smartphones mit den kleinsten Bildschirmen auf dem Markt. Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage der Medien nicht äußern. Zeitweise war auch spekuliert worden, das größere der beiden neuen Modelle werde wegen technischer Herausforderungen in der Produktion später auf den Markt kommen.
Es wird mit einer sehr starken Nachfrage gerechnet. Nach früheren Informationen des “Wall Street Journal” bestellte Apple für die erste Produktionsrunde 70 bis 80 Millionen iPhones der neuen Generation – deutlich mehr als bei bisherigen Marktstarts.

Geräte kommen kurz nach der Präsentation in den Handel

Die Geräte kommen meist zehn Tage bis einige Wochen nach der Präsentation in den Handel. Es wäre das dritte Jahr in Folge, in dem Apple den September für die jährliche Erneuerung der iPhone-Modellpalette auswählt. 2013 wurden erstmals zwei Modelle vorstellt: Das teurere 5s und das etwas günstigere und einfachere 5c mit Kunststoffgehäuse.

Studium

Abenteuer Studium – neue Heimat, neue Leute, neuer Lebensabschnitt

Zündstoff-Mitarbeiterin Tessa erzählt von ihrem Abnabelungsprozess

Tessa RölertViele junge Leute bewerben sich nach dem Abitur auf einen Studienplatz. Dabei kann man aufgrund begrenzter Plätze kaum noch wählerisch sein, was den Studienort betrifft.

Man lässt eine Menge zurück

So ist es meistens der Fall, dass die Schulabsolventen in ihre erste eigene Wohnung ohne ihre Eltern ziehen. So war es auch bei mir. Als ich die Zusage für einen Studienplatz in Wilhelmshaven im Briefkasten gefunden habe, habe ich mich natürlich riesig gefreut. Aber gleichzeitig wird einem immer klar, was das noch bedeutet. Man lässt eine Menge zurück, wenn man das Abenteuer Studium antritt, vor allem, wenn es in einer weiter entfernten Stadt beginnt. Familie, Freunde und die Heimatstadt.

Die alte Clique fällt auseinander

Vor allem die Freunde verstreuen sich oft in alle Richtungen, da ist es schier unmöglich, sich so häufig wie zu Schulzeiten zu sehen. Anfangs fällt das noch stark auf, dass die alte Clique auseinanderfällt. Aber sobald das Studium anfängt, man neue Aufgaben hat und vor allem unzählbar viele neue Leute kennen lernt, beginnt der neue Lebensabschnitt. Kontakt halten zu den alten Freunden kann man über Facebook und Whatsapp problemlos, die persönlichen Treffen kommen jedoch oft zu kurz. Als ich gerade nach Wilhelmshaven gezogen war, bin ich noch jedes Wochenende nach Hause gefahren, was vier Stunden mit dem Zug dauert. Ich war noch nicht richtig angekommen in Wilhelmshaven, wollte meine Freunde und Familie, die in der Heimat geblieben waren, so oft wie möglich sehen.

Weder in der neuen noch in der alten Heimat wohlgefühlt

Im zweiten Semester fühlte ich mich eine Zeit lang weder in Wilhelmshaven zu Hause, noch in der Heimat, da ich mich bereits ein wenig an die neue Stadt gewöhnt hatte, Lage jedoch noch nicht hinter mir lassen wollte. Doch je länger man in der neuen Stadt ist, desto engere Freundschaften schließt man und desto mehr wird das Neue zum neuen Alltag. Bis man gar nicht mehr merkt, dass man früher lieber in der Heimat war. Und dann stört es gar nicht mehr so, wenn man am Wochenende plötzlich so viel zu tun hat, dass man gar nicht nach Hause fahren kann. So wird Stück für Stück das Neue und Unbekannte das Alte und Gewohnte, und die Heimatstadt wird zur netten Abwechslung.

Fußball

 Der Trugschluss des Torwarts beim Elfmeter

Torhütern ergeht es beim Ellfmeterschießen ähnlich wie Glücksspielern. Foto: Thomas Eisenhuth/Archiv

Torhütern ergeht es beim Ellfmeterschießen ähnlich wie Glücksspielern. Foto: Thomas Eisenhuth/Archiv

Beim Elfmeterschießen muss sich der Torwart intuitiv für eine Ecke entscheiden. Ein vom Profifuß getretener Ball ist meist schlichtweg zu schnell für eine gezielte Reaktion.

Torhüter erliegen einem klassischen Denkfehler

Bei der Entscheidung für den richtigen Sprung erliegen die Torhüter häufig einem klassischen Denkfehler – das jedenfalls berichten Forscher vom University College London im Fachjournal “Current Biology”. Ihre Beobachtung: Schießen die Feldspieler vorzugsweise in eine Ecke, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Torwart beim nächsten Schuss in die entgegengesetzte Richtung springt.

Psychologen sprechen von einem “Spielertrugschluss”

Psychologen sprechen bei diesem Entscheidungsphänomen von einem “Spielertrugschluss”. Ihm zugrunde liegt eine falsche, wenn auch weit verbreitete Vorstellung von Zufallsmerkmalen. Ursprünglich entstand der Begriff bei der Erforschung von Glücksspielen. Auch am Roulette-Tisch erwarten die Spieler, dass nach häufigem Ziehen von “Rot” vermehrt “Schwarz” auftritt. Doch das subjektive Gefühl eines ausgeglichenen Farbenverhältnisses ist ein Trugschluss. Die Wahrscheinlichkeit bleibt unabhängig vom Auftreten der Ergebnisse bei jedem Zug dieselbe.

Parallelen zum Glücksspiel

Die Parallelen zum Glücksspiel entdeckten die Wissenschaftler bei der Analyse von 361 Schüssen aus 37 Elfmeterschießen bei Welt- und Europameisterschaften zwischen 1976 und 2012. Wie Roulettespieler erwarten auch Torhüter demnach unbewusst ausgeglichene Schüsse gut verteilt auf die linke und rechte Ecke des Tores. “Überraschenderweise versäumen es die Schützen, diesen Vorteil zu ihren Gunsten zu nutzen”, wird Hauptautor Erman Misirlisoy in einer Mitteilung zur Studie zitiert.

Großer Druck beim Schützen

Den Grund vermuten die britischen Forscher im großen Druck, der auf den Schultern der Schützen lastet. Die Spieler seien auf den Moment des eigenen Schusses fokussiert und weniger auf die Abfolge. Für die Torhüter haben Misirlisoy und seine Kollegen ebenfalls einen guten Ratschlag: Aus ihrer Sicht sei eine gute Strategie, sich vor dem Spiel für eine zufällige Abfolge von Ecken zu entscheiden und diese Strategie zu verfolgen, komme was wolle.

Hollands Torhüter mit psychologischen Tricks

Eine andere Möglichkeit ist demnach das Verunsichern des Schützen durch psychologische Tricks. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien wechselte der niederländische Nationaltrainer Louis van Gaal kurz vor dem Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale gegen Costa Rica den Ersatztorwart Tim Krul ein. Dieser redete vor jedem Strafstoß auf die gegnerischen Spieler ein, fuchtelte mit den Händen herum und ließ sich aufreizend viel Zeit, um ins Tor zurückzukehren. Mit Erfolg: Krul parierte zwei Strafstöße.

Buchrenzension

„Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg

„Uns passiert so etwas nicht.“ Und wenn doch?

Von Tessa Rölert

Marc Elsberg, 1967 in Wien geboren, zieht seine Leser mit „Blackout“  unausweichlich in seinen Bann, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Ein raffinierter, packender Thriller, der uns zeigt, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von der Elektrizität wirklich ist.

Geschichte eines verheerenden Stromausfalles und die Machtlosigkeit der Menschen

Viele haben es selbst schon erlebt, es gewittert und die Sicherung springt raus. Keine große Sache, man geht zum Sicherungskasten und schaltet sie wieder ein. Der Strom ist wieder da. Ende der Geschichte. Nicht so in „Blackout“. Marc Elsberg verstrickt uns in eine Geschichte eines verheerenden Stromausfalles, der die Machtlosigkeit der Menschen offenbart. Er führt uns schonungslos vor Augen, wie abhängig wir von der Elektrizität sind und wie wenig Einfluss wir tatsächlich haben, wenn mal etwas schief läuft. Verschiedene Lösungsansätze, die wenig gewinnbringend sind und stets die Frage im Hinterkopf: Wer ist für dieses Chaos verantwortlich? Ein Zufall?
Der Leser verfolgt verschiedene Handlungsstränge, die in verschiedenen Orten Europas starten und mehr und mehr miteinander verschmelzen. Dabei gerät er in einen Strudel von Ratlosigkeit, Spannung und unaufhaltsamer Gefahr. Beim Lesen beschleicht einen das Gefühl von Beklemmung und man wünscht sich zu üben, wie man Feuer ohne Elektrizität erzeugen kann.

Geniales Werk, gradliniger Schreibstil und grandiose Handlung

Elsberg verknüpft technisch umfangreiches Wissen mit dem Verhalten der Menschen in Ausnahmesituationen und scheut sich nicht davor, uns die hässliche Seite der Menschheit vor Augen zu führen. Diese Mischung macht es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Der Leser ist bis zum (bitteren?) Ende gefangen in einem selbstzerstörerischen Strudel aus Ungewissheit, Angst und Verzweiflung. Geniales Werk, gradliniger Schreibstil und grandiose Handlung. Unbedingt lesen!

Viel recherchiert

Für seinen Thriller hat Elsberg viel recherchiert. Er sprach mit „Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, etwa aus der Energie- und IT-Branche oder aus dem Katastrophenschutz.“ Außerdem zog er Nachrichten- und Fachmagazine hinzu und bezieht spezielle Studien ein. Parallel zu seinen Recherchen entstand eine großangelegte Studie im Auftrag des Deutschen Bundestages über die Folgen eines länger anhaltenden, großflächigen Stromausfalls in einem Teil Deutschlands. Die Studie kam im Wesentlichen zu denselben Ergebnissen. Einige Details und Erkenntnisse flossen in seinen Thriller ein. Das Buch ist als gebundene Ausgabe, als Taschenbuch (Blanvalet Verlag) und als E-Book erhältlich.

 

Diebstahl

Lebensgroßes Deko-Holzschaf in Bielefeld gestohlen

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Sex

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Mode

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Selbst Karl Lagerfeld kann sich dem Hype nicht entziehen. Bei seiner Chanel-Show in Paris trugen die Models Turnschuhe. (weiterlesen …)

Netzsicherheit

Leitfaden soll Jugendlichen beim Umgang mit Internet helfen

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