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Literatur-Tipp

Fantasyroman mit viel Spannung und Witz

„Der Marsianer“ bietet unterhaltsame Stunden – Ein Buchtipp von  Zündstoff-Mitarbeiter Felix Hostert

Bei der dritten bemannten Marsmission, die den Namen „Ares 3“ trägt, Nachfolger von „Ares 1“ und „Ares 2“, kommt es zu einer für unmöglich gehaltenen Katastrophe. Der für tot gehaltene Astronaut Mark Watney wird lebendig auf dem Mars zurückgelassen. Die restlichen Mitglieder der Expedition, die Bodenstation und alle anderen Menschen denken, Watney sei tot. Dieser Allerdings baut sich mit überraschend viel Wissen, Können, Glück und schwarzem Humor so etwas wie eine Überlebenschance auf. Sein Ziel: 1412 Tage und ca. 3200km auf dem Mars überleben, und so bis zum Landeplatz von „Ares 4“ gelangen. Nach einigen Monaten bemerken auch die Forscher auf der Erde, das Watney noch am Leben ist, können allerdings fürs erste keinen Kontakt zu ihm aufnehmen. Über eine alte Marssonde redet Watney zum ersten Mal wieder mit anderen Menschen.

Lektüre mit viel Schmunzel-Potenzial

Aber auch diese Verbindung ist sehr instabil, wie beide Seiten schon sehr bald feststellen müssen. Während die Bodenstation fieberhaft an einem Rettungsplan für den gestrandeten Astronauten arbeitet, wird für Watney die Versorgung mit Lebensmitteln und Wassern immer schwieriger: seine Kartoffelfarm ist explodiert, nur die Versorgung mit Energie und damit auch die Versorgung mit Sauerstoff scheinen durch die Solarplatten gesichert. Obwohl Watney mehrere Jahre alleine auf dem Mars leben muss, verliert er nie die Hoffnung oder den Überlebenswillen. Er schimpft über den Musik- oder Filmgeschmack seiner Expeditionskollegen und bringt mit Sätzen wie: „Klebeband sollte angebetet werden“ die Leser von „Der Marsianer“ immer wieder zum schmunzeln. Am Ende spielen auch seine Kollegen, die sich eigentlich schon auf dem Rückflug zur Erde befinden, bei seiner Rettung eine wichtige Rolle…

“Der Marsianer” von Andy Weir ist im Heyne-Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro.

Kommunikation

Immer erreichbar sein – wie Smartphones unser Leben bestimmen

Ein Kommentar von Zündstoff-Mitarbeiterin Ann-Christin Meier

In der heutigen Zeit nimmt die Bedeutung aktueller und moderner Smartphones immer mehr zu. Sie zählen mittlerweile als notwendiges Statussymbol mit dem man sich identifiziert. Keine freie Minute vergeht in der Jugendliche, als auch vermehrt Erwachsene, auf das Handy-Display schauen.

Neue Nachrichten rund um die Uhr

Rund um die Uhr treffen neue Nachrichten ein, man muss permanent und schnellstmöglich zurückschreiben, sonst könnte der Andere möglicherweise enttäuscht sein. Diese ständige Erreichbarkeit fördert zusätzlich noch Stress und Unzufriedenheit. Manchmal ist es nämlich einfach mal besser, keine Ahnung von bestimmten Gruppengesprächen oder anderen unnötigen Spamnachrichten der Freunde zu haben.

Soziale Kontakte leiden unter multifunktionstüchtigen Handys

Da viele nur noch in freier Zeit auf das multifunktionstüchtige Handy fokussiert sind, anstatt sich beispielsweise mit Freunden persönlich zu unterhalten, leiden soziale Kontakte ebenso immer mehr darunter. Unterhaltungen finden dann meistens per Smartphone statt. Außerdem verschwendet man viel Zeit, in der man Nützlicheres tun könnte oder sich einfach entspannen könnte. Neben diesen Punkten ist man oftmals bei Gesprächen ziemlich abgelenkt und nimmt meistens nicht richtig daran teil.

Smartphones haben auch Vorteile

Natürlich gibt es auch einige Vorteile der Smartphones, denn sie erleichtern einige Kommunikationswege erheblich. Zudem bieten sie weitere nützliche Funktionen ohne die man heute schon gar nicht mehr auskommen möchte. Dennoch wäre es sinnvoll, sein Handy öfters mal wegzulegen oder für eine “handyfreie”  Pause einzulegen. Möglicherweise empfindet man dies als sehr entspannend und reduziert in Zukunft die Nutzung.

Literatur

Buch-Tipp von Ann-Christin Meier

„Darm mit Charme“ von Guilia Enders

Buchtipp ”Darm mit Charme“ geschrieben von der Autorin Guilia Enders ist einmal ein ganz anderes Buch. Es beschäftigt sich nämlich rund um unseren menschlichen Darm und wie er aufgebaut ist. Außerdem wird sein teils schlechter Ruf verbessert, denn er gehört mit zu den wichtigsten Organen des Menschen und gibt reichlich Aufschlüsse über unseren Körper und Geist.

Ungleichgewicht im Darm kann viele Krankheiten verursachen

Viele Krankheiten wie Depressionen oder Allergien hängen mit einem Ungleichgewicht zusammen. Solche nicht zu erwartenden Aussagen sowie die bedeutende Rolle der Zusammenarbeit zwischen Gehirn und Darm werden in diesem Buch genauer erläutert. Zudem beschreibt Guilia Enders die Bedeutung der Darmflora mit ihren guten beziehungsweise schlechten Bakterien und welche Folgen bei anderen bestimmten „Übeltätern“, wie sie hier genannt werden, auftreten können. Ebenso werden Gründe für das Erbrechen oder auch für Verstopfungen lustig aufgegriffen.

Einfache und lustige Zeichnungen

Schlussendlich kann man ein solch außergewöhnliches Buch wirklich weiterempfehlen, da einem auf witzige Art und Weise viel Wissenswertes über den Darm erklärt wird. Zudem erfährt man Interessantes, von dem man vorher nicht ansatzweise gerechnet hätte oder es geahnt hätte. Die einfach und lustig dargestellten Zeichnungen sowie verständliche Erklärungen mit Beispielen verdeutlichen bestimmte Vorgänge, so dass man keine Schwierigkeiten bekommt, das Buch zu verstehen.

Das Buch ist im Ullstein-Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.

Bildung

Mehr Zeit für Bildung! 

Zündstoff-Mitarbeiterin Ann-Christin Meier ist 16 und besucht die10. Klasse des Detmolder Grabbe-Gymnasiums und leidenschaftliches Plädoyer für G9 – das derzeitige G8-System erzeuge Stress und biete viel zu wenig Raum zur Persönlichkeitsentwicklung.
Ich könnte mal wieder Gitarre üben“; „Eigentlich hätte ich schon mal Lust eine neue Sportart auszuprobieren“; „Ich müsste jetzt auch mal bald mit der Fahrschule anfangen.“ Dies und ähnliches denken sich wahrscheinlich viele Schüler heutzutage. Man hat kaum noch Zeit für Dinge, die man gerne machen würde in seiner Freizeit, denn die Schule spannt viele Jugendliche immer mehr ein.

Nur noch Terminstress

Freizeitaktivitäten, die vor geraumer Zeit noch gut vereinbart werden konnten, sind gerade heutzutage unter ständigem Druck und Belastung nur noch zusätzlicher Terminstress. Gerade auch durch das verkürzte Gymnasium mit acht Schuljahren (G8) wurde dieser Effekt noch einmal deutlich verstärkt. Drei bis vier Nachmittage verbringt man als Schüler mittlerweile in den Klassenräumen, hinzu kommen noch Hausaufgaben, Referate und zahlreiche Lernphasen für Klausuren.

Ausgleich ist schwer zu finden

Ein Hobby zu finden, dass einem den nötigen Ausgleich bietet und in diesen vollen Zeitplan hineinpasst, ist womöglich eine echte Herausforderung. Auch Politiker haben über dieses Thema nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass Unterricht und Hausaufgaben deutlich gekürzt werden sollen. Da fragt man sich nur wie das funktionieren soll, denn die Anzahl der wöchentlichen Schulstunden ist klar festgelegt und der Schulstoff muss trotzdem gelehrt werden.

Themen werde nur noch schnell abgearbeitet

Die Themeninhalte können ohnehin durch die verkürzte Schullaufbahn nur noch schnell ohne jegliche Ruhe abgearbeitet werden. Außerdem ist das Abitur dasselbe, sodass es unmöglich ist auf bestimmte Themeninhalte zu verzichten. Andererseits klingen die versprochenen Kürzungen erleichternd, doch sie werden wohl erst in mehreren Jahren in Kraft treten. Somit verbleibt einem Großteil der Schüler die Chance daran profitieren zu können.

Große Zweifel an G8

Meiner Meinung nach wäre es an der Zeit wieder ein Schuljahr anzuhängen, damit sich die gesamte Laufbahn wieder etwas entzerrt. Ich denke, dies wäre ebenfalls von Vorteil bei der Berufswahlfindung, denn mit einem ganzen Schuljahr mehr hätte man mehr Zeit sich über seine eigenen Interessen zum späteren Beruf im Klaren zu werden. Zudem sind Praktika oder auch ein Auslandsjahr gut möglich und können sehr hilfreich für die eigene persönliche Entwicklung sein. Aus diesen Gründen bezweifele ich die verkürzte, achtjährige Schulzeit und plädiere klar für neun Jahre Gymnasium.

Sport

Nur im Team ist man cool

Zündstoff-Mitarbeiter Moritz Friedenberg  hat nichts für Volleyball über, sondern liebt Basketballsport – warum er Körbe, Hip-Hop und coole Stimmung mag – erfahrt Ihr hier.

Es ist nicht lange her, dass bei dem bloßen Begriff Basketball Unwissende zuerst an eine Sportart aus Amerika dachten, bei der hauptsächlich große Menschen aktiv sind. Auch wird er noch oft als körperloser und monotoner Ballsport abgestempelt, ohne dass sich weiter mit diesem beschäftigt wird. Doch im Laufe der letzten Jahre fand die Sportart in Europa allmählich Anklang und immer mehr Menschen, speziell Jugendliche, diese Sportart ausüben. Hierbei stellt sich die Frage, woher diese plötzliche Anerkennung kommt und was diesen Sport überhaupt ausmacht?

 

Basketball Amerikanische Elemente im Basketball
Zuerst ist es erwähnenswert, dass einige Grundelemente aus Amerika übernommen werden, die Basketball ausmachen. Hierzu gehören vor allem die aufwendigen Prozeduren oder Rituale während eines Spiels, welche die Zuschauer unterhalten und mitreißen, wie zum Beispiel das zur Show stellen von Cheerleadern während den Pausen. Auch laufen die Spieler unter dem Beifall der Fans extra vor jeder Partie in die Halle ein, was durch aufwendige Lichteffekte begleitet wird.

 

Verbindung mit der Hip-Hop Kultur

Ein weiterer Aspekt ist, dass diese Sportart in Verbindung mit der Hip Hop Kultur steht, welche sich unter anderem aus Kleidung und Musik zusammensetzt. So ist es üblich, dass auch in den Basketballhallen in Deutschland ‚‚Amirap‘‘ läuft und sich der klischeehafte Basketballer durch weite Kleidung und Kappen auszeichnet. Folglich führt diese Verbindung dazu, dass insbesondere in dieser Kultur der Sport einen immer größer werdenden Bekanntheitsgrad genießt.

Keine Ausschreitungen beim Basketball

Außerdem kann über die Anhänger und Fans von spezifischen Vereinen gesagt werden, dass diese üblicherweise nicht für Ausschreitungen in dem Maße bekannt sind, wie man es beispielsweise aus dem Fußball kennt. Der Großteil nimmt an den Veranstaltungen teil um ein Spiel zu sehen, welches von seiner Dynamik und seiner Schnelligkeit lebt und nicht um Beteiligte auf physischer oder mentaler Ebene anzugreifen. Dies tut dem Sport gut und gibt Interessenten die Möglichkeit, sich mit dem vielfältigen Regelwerk und den taktischen Marschrouten besser befassen zu können.

Nur im Team ist man cool 

Da ich selbst aktiv in einem Verein spiele, hatte ich die Möglichkeit, meinen Trainer und einen meiner Mitspieler nach ihrer Meinung zu befragen, was für sie Basketball sehenswert macht. „Ein wichtiger Aspekt, welcher die Spannung ausmacht ist, dass man entweder das Spiel gewinnt oder verliert”, so der TuRa Elsen Coach Robert Wollschläger. Was außerdem zählt ist, dass „Spielhighlights nicht nur durch einzelne Spieler entstehen, sondern auch Teamleistung extrem cool aussehen kann.“ Dies antwortete mein Mitspieler Nicolas Langham auf die Frage, warum er sich lieber Basketball als irgendeine andere Sportart anschaut.

Einfach vorbeischauen“

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es für jeden andere Aspekte sind, die diesen Sport sehenswert machen. So sind es für den einen die vielen Kleinigkeiten , welche zur Atmosphäre bei einem Basketballspiel beitragen und für die anderen die Tatsache, dass dieser Sport von seiner Dynamik und Schnelligkeit lebt und fast jedes Spiel bis zum Ende hin Spannung verspricht. Wer nach diesem Artikel daran interessiert ist, Basketball eine Chance zu geben, kann sich in in Paderborn ein Spiel der Finke Baskets angucken, welche zurzeit in der zweiten Bundesliga spielen und ihre Heimspiele in der Maspernhalle austragen. Ich persönlich würde mich freuen, demnächst neue Gesichter bei den Spielen zu sehen.

 

Sport

Pritschen, Baggern und Schlagen- Volleyball geht immer!

Zündstoff-Mitarbeiterin Ann-Christin Meier ist leidenschaftliche Volleyballerin – hier stellt sie ihren Lieblingssport vor. Volleyball

Volleyball ist eine sehr gute Freitzeitsportart, die viel Spaß bereitet und sowohl im Sommer am Strand oder im Garten als auch im Winter in Hallen gespielt werden kann. Gerade auch im Urlaub gibt es oftmals die Möglichkeit mit anderen zusammen auf Feldern über Netze zu spielen. Besonders das Spielen im Team ist ein ziemlicher Spaßfaktor, denn nur durch Absprache zwischen den einzelnen Mitspielern können erfolgreiche Ballwechsel entstehen.

Grundsätzlich ist Volleyball für jedes Alter und Geschlecht geeignet, jedoch benötigt man am Anfang viel Ehrgeiz, denn der Sport ist zunächst etwas fehleranfällig. Aus diesem Grund ist der Beginn der Sportart ab 9 Jahren wirklich empfehlenswert.

Pritschen, Baggern und Schlagen, wie die drei Grundtechniken genannt werden, sollten einigermaßen beherrscht werden können. Dies wird man aber nach ein paar Malen des regelmäßigen Spielens und Übens schnell lernen. Der Volleyball sollte bei der Annahme präzise zu einem Zuspieler am Netz gebaggert werden. Darauffolgend wird der Ball durch Pritschen zu einem Angreifer gespielt, der versucht den Ball auf das gegnerische Feld zu schlagen, um einen Punkt zu machen.

Das Lernen der relativ anspruchsvollen Technik erfordert Disziplin. Außerdem wird neben der Förderung von Teamfähigkeit und Ausdauer auch die Ballgeschicklichkeit verbessert. Ebenfalls wird durch häufiges Abklatschen der Mitspieler die Leistungsbereitschaft und die moralische Unterstützung gestärkt. Zudem verspricht der Sport viele positive Auswirkungen bei der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, die auch im Alltagsleben von Vorteil sein kann.

Leider wird Volleyball nur sehr selten im Fernsehen übertragen, daher zählt er mit zu den Randsportarten und ist somit nicht so bekannt wie als Beispiel Fußball oder Handball. Nur zu Großereignissen wie einer Welt- oder Europameisterschaft gewinnt der Sport an seiner verdienten Popularität. Wer also Lust bekommen hat und sportlich motiviert ist, sollte einen der unzähligen Volleyballclubs in der Umgebung aufsuchen und einfach mal mitmachen. Es lohnt sich!

Info: In diesen Vereinen können Interessierte Volleyball spielen Detmolder TV, TSV Leopoldstal, Tus Kachtenhausen, TV 09 Pivitsheide und TuS Leopoldshöhe sind Vereine in Lippe.

Literatur

Spannende Lektüre mit viel Witz

Das Amulett von Samarkand begeistert durch Authentizität und Ironie – Buchtipp von Zündstoff-Mitarbeiter Felix Hostert

Dem 5000 Jahre altem Dschinn Bartimäus stinkt es: schon wieder wird er von einem jungen Rotzlöffel von Zauberer beschworen! Zuerst hofft er, dass er nur einen kurzen Botenflug oder ähnliches erledigen soll, doch dann soll er für seinen Meister ein zauberkräftiges Amulett aus dem Haus dessen Erzfeindes Simon Lovelace stehlen, der zufällig ein sehr mächtiger Zauberer mit starken Dienern ist. Doch da Bartimäus dem Befehl seines Meisters folgen muss, macht er sich widerwillig an die Arbeit, in der Hoffnung, bald wieder entlassen zu werden. Allerdings giert Simon Lovelace nach immer mehr Macht und schon bald muss Bartimäus um sein eigenes und das Leben seines Meisters fürchten. Ich finde dieses Buch sehr unterhaltsam und lustig, Bartimäus sieht seine Lage durchgehend mit Ironie und macht lustige Bemerkungen in Form von Fußnoten. Außerdem ist das Buch so gut geschrieben, dass man von der ersten Seite an das Gefühl hat, dabei zu sein, und diese Spannung wird die ganze Zeit über aufrecht gehalten. Auch hat es mir gefallen, dass der Autor öfters die Perspektive wechselt und das Geschehen aus der Sicht einer anderen Person beschreibt.

Bartimäus: Das Amulett von Samarkand von Jonathan Stroud

Das Buch kostet 9,95 Euro

Vorlesewettbewerb

Vorlesewettbewerb auf neuem Weg

Sechstklässler der Karl-Raveh-Gesamtschule treten in der Stadtbücherei auf – Siegerin Jessica Heinze

Die Moderatorinnen Antonia Tappe und Natalie Klaasen (beide 7E) führten durch den Nachmittag. Foto: Pielsticker

Die Moderatorinnen Antonia Tappe und Natalie Klaasen (beide 7E) führten durch den Nachmittag. Foto: Pielsticker

Lemgo. Die Betreuerin der gesamtschuleigenen Mediathek, Deutschlehrerin Christina Einsfelder, hatte die Idee, und sie fand die notwendige Unterstützung, um ihre Idee auch umzusetzen. Der alljährlich stattfindende Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen sollte diesmal nicht im Forum I der Gesamtschule, sondern dort ausgetragen werden, wo Bücher gewissermaßen „zu Hause“ sind: in der Stadtbücherei.
Der Leiter der Lemgoer Stadtbücherei, Axel Koch, sowie seine engste Mitarbeiterin, Petra Beck, waren von Christina Einsfelders Idee sehr angetan und boten an, an einem sonst geschlossenen Montag ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Nun konnte es an die Realisierung gehen.
Bislang waren immer alle 180 Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs bei der Veranstaltung in der Gesamtschule anwesend, das neue Konzept hingegen sah nur pro Klasse zehn besonders Interessierte vor. Zudem sollte der ganze Wettbewerb von Schülerinnen bzw. Schülern moderiert und per Videomitschnitt dokumentiert werden. Als Jury konnten Hausherr Axel Koch, der LZ-Redakteur Erol Kamisli, TBV-Lemgo-Torwart Thomas Bauer, Abteilungsleiter Bernd Hendig sowie die Fachkoordinatorin Deutsch Barbara Kahmann gewonnen werden.
Am Montagnachmittag, 1.Dezember,  fand der Vorlesewettbewerb in der liebevoll dekorierten Stadtbücherei statt. Wie gewohnt bestand die erste Vorlese-Runde darin, aus einem selbst ausgewählten Buch – nach ein paar einleitenden Worten – eine Textstelle vorzulesen. Bevor die zweite Runde begann, war das Publikum gefordert. Es sollte sich im Rahmen eines „Book-Castings“ per Abstimmung für einen von fünf vorgestellten Titeln entscheiden. Aus diesem Buch musste dann in der zweiten Runde – ungeübt – vorgelesen werden.
Als sich die Jury zur Beratung zurückzog, hatte das Publikum die Möglichkeit, in der Stadtbücherei zu stöbern und ggf. auch ein Buch oder ein anderes Medium auszuleihen.

Mit Spannung hörte das Publikum den Lesebeiträgen zu. Foto: Pielsticker

Mit Spannung hörte das Publikum den Lesebeiträgen zu. Foto: Pielsticker

Axel Koch hatte die Aufgabe übernommen, den Sieger bzw. die Siegerin bekanntzugeben. Er betonte noch, dass es zwar einen ersten Platz gebe, aber ansonsten nur zweite Plätze. An-schließend löste er die Spannung und nannte den Siegernamen: Jessica Heinze aus der Klasse 6F. Sie erntete einen Riesenapplaus – nicht nur von den Schülerinnen und Schülern aus ihrer Klasse. Jessica wird nun unsere Schule in der nächsten Runde vertreten. Zum Abschluss einer gelungenen Veranstaltung bekamen alle Mitwirkenden Geschenke überreicht.

Mauerfall

 ”Ich habe mir neue Jeans gekauft”

Erinnerungen an eine Jugend im geteilten Deutschland

Detmold. Am 9. November 2014 jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal. Zündstoff-Mitarbeiterin Anna Muer hat zwei Zeitzeugen aus dem Westen und aus dem Osten getroffen, um mit ihnen über die damaligen Alltag, die Bespitzelungen durch das Ministerium für Staatssicherheit und deren persönlichen Erlebnisse vor allem zum Tag des Mauerfalls, zu sprechen. Andrea M. (40) aus dem Osten, damals 14 Jahre alt, ist nach Lippe zu ihrer Tante gezogen, um einen Neuanfang durch ein Studium zu beginnen, während Kathrin B. (34) bis vor fünf Jahren in Northeim – an der damaligen DDR-Grenze wohnte – lebte und wegen der Liebe nach Lippe kam.

 Wo haben Sie damals gewohnt?
Kathrin: Ich habe mit meiner Familie nahe der östlichen Grenze der damaligen Bundesrepublik  in Northeim gewohnt.
Andrea: Luckau – eine frühere Kreisstadt im Spreewald in Brandenburg, damals mit ca. 6000 Einwohnern.

Wie war Ihr Leben damals?
Andrea: 1989 war ich 14 Jahre alt.  In der DDR war das Gemeinschaftsgefühl groß. Als Kinder waren wir bei den Pionieren, später bei der FDJ… Es gab viele gemeinsame Aktionen. Für uns war das Leben ‘normal’. Wir hatten nicht das Bedürfnis die DDR zu verlassen sowie andere. Unsere Briefe schrieben wir sehr oberflächlich, falls die Stasi sie kontrollieren würde.
Kathrin: Ich selber habe nicht viel von der Mauer mitbekommen. Wir hatten im Westen alles, sodass es uns gut ging und man sich als Kind kaum Gedanken darüber gemacht hat.

Hatten Sie Verwandte auf der anderen Seite?
Kathrin: Wir hatten Verwandte in Dresden. Kontakt bestand insofern, dass wir Besuche gemacht haben, Päckchen zu Weihachten verschickt wurden… Bei der Überfahrt in den Osten wurden wir stark kontrolliert, vor allem, weil meine Mutter beim Landkreis und mein Vater bei der Bank tätig war. Alles musste bis ins kleinste Detail angegeben werden: der Beruf, der Grund der Reise, das Ziel… Durch den Beruf meiner Mutter bestand bei der Stasi die Angst, dass sie Fluchthilfe durch Dokumentenfälschung leisten könnte. Wir wurden sogar während des Aufenthalts in Dresden bespitzelt.
Andrea: Im Westen hatten wir Onkels und Tanten. Mein Opa und mein Cousin sind dorthin ‘ausgewandert’.

Sie sprechen von ‘auswandern’…
Andrea: Damals sagte man ‘auswandern’, anstatt ‘flüchten. Mein Cousin ist 1989 noch über Ungarn in den Westen gegangen. Mein Opa ein paar Jahre früher. Wir haben uns gelegentlich heimlich in Berlin verabredet. Meine Eltern hatten aber nie vor in den Westen zu gehen.

Kathrin, wie war der Aufenthalt für Sie bei Ihren Verwandten?
Kathrin: Unsere Verwandte waren sehr um uns bemüht, wenn wir zu Besuch kamen. Es sollte alles im Haus sein, oft wurden sogar Sachen getauscht. Wir selber haben beispielsweise Seife, Strumpfhosen, Süßigkeiten und Kaffee mitgebracht – das war dort sehr teuer.

Bestand Kontakt zu den Verwandten?
Andrea: Wir haben uns gelegentlich heimlich in Berlin verabredet. Briefe formulierten wir oberflächlich, falls die Stasi sie kontrollieren sollte.
Kathrin: Wir besuchten unsere Verwandten in Dresden, verschickten Päckchen zu Weihachten…

Haben Sie viel von dem Umbruch mitbekommen?
Kathrin: Ich habe es selber nicht wirklich wahrgenommen. Durch meine Eltern und die Schule wurde ich mit dem Thema konfrontiert. Was ich nach dem Fall allerdings merkte, da wir sehr nah an der Grenze wohnten, waren die leeren Supermärkte, die von den Menschen aus dem Osten leergeräumt wurden.

Andrea, war es bei Ihnen im Osten anders…
Andrea: Die Nachricht hat sich schnell verbreitet, vor allem in der Schule. Am Donnerstag den 9. November 1989 waren viele Schüler nicht im Unterricht. Viele sind am gleichen Tag rüber gefahren.Niemand wusste, wie lange die Grenze offen bleiben würde.

Wollten Sie auch auf die “andere” Seite?
Kathrin: Meine Eltern sind direkt in den darauffolgenden Tagen mit mir in den Osten gefahren. Ich konnte noch die ganzen Wachtürme sehen.
Andrea: Ich war erst im Januar 1990 im Westen. Bei unserer Ankunft haben wir die 100 Mark Begrüßungsgeld bekommen.

Hatten Sie eine Idee, was Sie mit dem Geld machen wollten?
Andrea: Ich habe mir neue Jeans gekauft. Die konnte man sich in der DDR gar nicht leisten.

Welche Emotionen gingen in Ihnen vor?
Kathrin: Meine Eltern waren glücklich. Doch sie hatten Angst vor finanziellen Schwierigkeiten. Alle Menschen aus dem Osten sollten Begrüßungsgeld, sowie später die gleiche Rente bekommen wie wir, obwohl sie nie etwas in die Bundesrepublik eingezahlt hatten. Darüber regte sich mein Opa auf.

Man hört verschiedene Meinungen… War die Zeit vor dem Fall besser?
Kathrin: Auf keinen Fall! Ein Land durch eine Mauer zu trennen ist heute undenkbar. Das Leben, wie ich es von meinen Verwandten mitbekommen habe, „eingesperrt und mit Angst leben zu müssen, wünsche ich niemandem.
Andrea: Es ist schwierig zu sagen, Menschen erinnern sich oft nur an gute Zeiten, die schlechten werden schnell verdrängt… Sehr positiv war das Gemeinschaftsgefühl, welches meiner Meinung nach heute nicht mehr so stark ist.

Merken Sie noch Unterschiede zwischen den Menschen aus dem Westen und denen aus dem Osten?
Kathrin: Es gibt einige Ostdeutsche, das kann man nicht pauschalisieren, die immer noch davon ausgehen, man würde sie finanziell hintergehen.
Andrea: Wenn ich in Lippe noch ‘Ossis’ treffe, rede ich gerne über alte Erlebnisse. Es besteht noch ein Gefühl der Verbundenheit durch die gemeinsame Vergangenheit. Am Wesen der Menschen kann ich keine Unterschiede feststellen.

Vermisstenfall

Männer tot im Auto aufgefunden

Fahrzeug lag in Herford mehrere Meter tief in einem Waldgraben

Lemgo/Bünde. Die Polizei hat die Suche in Lemgo nach den beiden vermissten Maximilian Kammann (24) und Alexander Kiel (25) aus Bünde abgebrochen. Das Fahrzeug der zwei vermissten jungen Männer ist am Dienstagvormittag in Herford gefunden worden. Die beiden vermissten jungen Männer  wurden tot im Fahrzeug entdeckt. Wie die Polizei mitteilt, hat ein Passant ein umgeknicktes Straßenschild gemeldet, eine Polizeistreife hat dann das gesuchte Auto in Herford im Bereich der Kreuzung Lübbecker/Laarer Straße gefunden. Zurzeit deute alles auf einen Verkehrsunfall hin, so die Polizei.

Flüchtlinge

“Es reicht schon, wenn die Einheimischen sich mit uns unterhalten”

Gesprächspartner aus zwei Welten: Alban und Tobias. Foto: Muer

Gesprächspartner aus zwei Welten: Flüchtling Alban Dega und ASB-Mitarbeiter Tobias Bockermann. Foto: Anna Muer

Detmold. Viele Detmolder unterstützen die Flüchtlinge in den ehemaligen Wohnblocks der britischen Soldaten. Zündstoff-Mitarbeiterin Anna Muer hat Helfer Tobias Bockermann (23) vom Arbeiter Samariter Bund (ASB) und Flüchtling Alban Dega (19) aus Albanien getroffen, um mit Ihnen über die aktuelle Lage vor Ort, Hilfen und Zukunftspläne zu sprechen.

Wie unterstützt Du die Flüchtlinge?
Tobias: Wir nennen Sie ‘Gäste’ – es klingt viel positiver und wir wollen die Leute wie Gäste behandeln.

Ok, wie hilfst Du euren Gästen?
Tobias: Wir kümmern uns um deren Belange, wie beispielsweise bei Fragen zum Asylverfahren, bei Schwierigkeiten untereinander, die durch die angespannte Situation, Sprachbarrieren und durch unterschiedliche Nationalitäten entstehen.

Wie sieht das konkret aus?
Tobias: Da versuchen wir pädagogisch einzuwirken. Als Unterstützung stehen uns Dolmetscher zur Seite, zum Teil sind dies Gäste, die Deutsch oder Englisch beherrschen. So kann jedes Problem auf die ein oder andere Weise gelöst werden. Vor allem helfen wir bei spontan auftretenden Problemen, die sofort gelöst werden müssen, wie zum Beispiel wenn ein Heizkörper ausfällt. Eine Erzieherin kümmert sich um Kinder und Eltern. Ebenfalls ist eine Psychologin vor Ort, die sich um die traumatisierten Menschen kümmert.

Alban, dann kommst Du ins Spiel?
Alban: Ja. Ich engagiere mich nun als Helfer für die anderen Menschen. Das macht Spaß. Die Leute sehen mich als ‘großen Bruder’ an, weil ich jederzeit die Belange übersetzen kann, diese an die anderen Helfer weiterleite. Sprachbarrieren sind ein Problem, aber glücklicherweise kann ich in diesem Punkt weiterhelfen.

Du bist auch Gast…
Tobias: Schnell gelernt…
Alban: Ich bin mit meinen Eltern und meinem Bruder nach Deutschland gekommen. In Albanien leben noch meine Tanten, Onkels und Freunde. Die Umstände in meinem Land sind sehr kritisch.

Wie geht’s Dir hier?
Alban: Ich war sehr traurig und wusste nicht, wie es weiter geht. Ich kannte mich nicht aus und wusste nicht, was ich machen sollte. Ich musste alles zurücklassen. Nach einiger Zeit habe ich mich eingelebt und diese Aufgabe als Übersetzter ist gut, weil ich etwas tun kann.

Wie schätzt Du die emotionale Lage der Menschen ein?
Tobias: Die emotionale Lage ist unterschiedlich. Viele Menschen sind traumatisiert. Die Ungewissheit und die Unsicherheiten im Gastland belasten alle .

Welche Unsicherheiten meinst Du genau. . .
Tobias: Unsicherheiten sind vorhanden, da unser gesellschaftliches System unbekannt ist. Banale Dinge, wie das Bedienen einer Lampe, das Trinken von Leitungswasser aus dem Wasserhahn erscheinen nicht als selbstverständlich. Reaktionen uns gegenüber fallen verschieden aus – die einen reagieren gereizt, andere verhalten sich distanziert.

Was machst Du dann?
Tobias: Aufklären und Hilfestellung leisten – auch mit Hilfe anderer Gäste, die als Brücke fungieren.

Trotzdem sind die Gäste wahrscheinlich froh über jegliche Unterstützung, oder?
Tobias: Auf jeden Fall. Die Dankbarkeit der Gäste drückt sich auf unterschiedliche Weise aus. Wir haben Gäste, die wie ‘Bitte’ und ‘Danke’, gelernt haben. Ein weiterer Aspekt ist das psychische Befinden der Gäste, das einen großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat. Durch unsere und die Hilfe vieler Freiwilliger fühlen sie sich hier willkommen und ernst genommen. Das verbessert Geist und Körper und dann schmieden sie Zukunftspläne.

Welche Ziele hast Du für die Zukunft. . . .
Alban: Ich komme aus einer armen Familie und hatte aus finanziellen Gründen nie die Möglichkeit mich richtig auszubilden. Ich besitze keine berufliche Qualifikation, somit konnte ich keinen vernünftigen Beruf ausüben. Meine Mutter war sehr krank. Mein Traum ist es zu studieren.

Wo und welche Hilfen werden noch gebraucht?
Tobias: Benötigt werden Kleider-, Spielzeug- und Kinderwagenspenden. Man muss sich vor Augen führen, dass die Menschen nur mit ihrer Kleidung am Körper oder einer kleinen Tasche zu uns gekommen sind.
Alban: Es reicht schon, wenn die Einheimischen sich mit uns unterhalten, auch Ratschläge geben oder mit den Kindern spielen, um die triste Stimmung zu mindern.

Mode

 
Junger Lagenser gründet eigenes Modelabel

 

Steffen Redeker präsentiert ein T-Shirt seines Modelabels „Red.Clothing“.                Foto: Maximilian Röschlein

Steffen Redeker präsentiert ein T-Shirt seines Modelabels „Red.Clothing“. Foto: Maximilian Röschlein

Steffen Redeker aus Lage ist 21 Jahre alt und hat jüngst seine eigene Modemarke „Red.Clothing“ gegründet. Zündstoff-Mitarbeiterin Tessa Rölert hat ihn getroffen und ihm einige Fragen über die Produkte, den Entstehungsprozess und die Zukunft von „Red.Clothing“ gestellt.

Wie bist Du darauf gekommen, deine eigene Mode zu kreiern?
Steffen:
Ich war das letzte Jahr in der Welt unterwegs, überwiegend habe ich mich im australischen Melbourne aufgehalten. Ich habe viele inspirierende Leute kennengelernt, die etwas eigenes auf die Beine gestellt haben, sei es mit Musik, Mode oder im Schauspielbereich. Melbourne ist zwar nicht berühmt für Mode, aber in Australien bekannt dafür.

Hast Du bereits in Melbourne angefangen, Mode zu entwerfen?
Steffen:
Erste Ideen hatte ich dort schon, aber konkret angefangen habe ich erst, als ich Ende Mai wieder in Deutschland war. Anfangs habe ich niemanden eingeweiht, habe alles in Ruhe begonnen.

Was ist Dir an deiner Mode besonders wichtig? Was zeichnet sie aus?
Steffen:
Bei den T-Shirts war mir der Schnitt am wichtigsten. Es sollte oversize (lang geschnitten) und unisex sein. Auf Grund dessen, hatte ich zunächst Schwierigkeiten, eine Firma zu finden, die meine Ideen umsetzt, da die Wenigsten überhaupt länger geschnittene Shirts im Sortiment haben.

Hast Du Vorbilder in der Modewelt? Hast du dich an jemandem orientiert?
Steffen:
In den T-Shirts habe ich eigentlich den Melbourne-Style verwirklicht. Dort tragen fast alle lange T-Shirts in ähnlichem Design. Als ich nach Deutschland zurückkam, fiel mir stark auf, dass das hier keiner trägt. Der Style nimmt hier auch zu, aber der Unterschied zu Melbourne ist noch sehr groß.

Wie bist Du auf den Namen „Red.Clothing“ gekommen?
Steffen:
„Red.Clothing“ ist eine Kombination aus meinem Nachnamen, Redeker, und der Farbe Rot. Ich habe den Namen ausgewählt, da er einprägsam und leicht zu merken ist. Außerdem hat er so Bezug auf mich, ohne dass es einem direkt auffällt.

Wer arbeitet alles mit an „Red.Clothing“?
Steffen:
Bisher arbeite ich alleine daran. Mein Freund Maximilian Röschlein macht die Fotos, die Models auf der Internetseite, die meine Mode präsentieren, sind Freunde von mir. Generell bekomme ich viel Unterstützung von Freunden, mit einigen von ihnen, zum Beispiel Sebastian Klefisch, werde ich in Zukunft wohl auch enger zusammenarbeiten.

Wie hast Du die Produktion finanziert?
Steffen:
Ich konnte alles aus meinen eigenen Rücklagen finanzieren und habe von meiner Auslandsreise auch noch australische Steuern zurückbekommen. Das hat vorerst gereicht.

Planst Du, deine Produkte neben dem Online-Shop auch in Geschäften anzubieten?
Steffen:
Langfristig ist das der Plan. Ich möchte meine Mode gerne in Geschäften in größeren Städten anbieten. Im Online-Shop kann man die Produkte zwar weltweit kaufen, der Fokus liegt aber auf Deutschland und den Vertrieb hier.

Wie sieht die Zukunft generell für „Red.Clothing“ aus?
Steffen:
Ich plane eine Winterkollektion, also vor allem Pullover. Dabei bleibe ich bei dem schlichten und zurückhaltenden Stil, der bereits die T-Shirts bestimmt. Dabei sollen die Pullover anders als die Shirts eine normale Länge haben. Ich mag den Style, bei dem das Shirt länger ist als der Pullover. Wie die neue Kleidung letzten Endes aussieht, kann ich momentan aber noch nicht sagen, da ich erst am Anfang der Planung bin. Die neuesten Infos bekommt man aber auch immer auf meiner Website www.r3dclothing.com oder auch auf der Facebookseite www.facebook.com/r3d.clothing