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Ratlos: „Was soll ich studieren?“

was-studiere-ich.de…diese Frage ist für viele Schüler und Abiturienten Thema. Zur Orientierung gibt es Tests im Internet, die einem besondere Eignung en „diagnostizieren“ und daraus die am besten passendsten Studiengänge ableiten. Am Anfang wird meist erst ermittelt, inwiefern ein Studium überhaupt sinnvoll ist. Es folgen die Analyse der Interessen und Prüfungen der sprachlicher, mathematischer, räumlicher, reflektiver oder auch sozialer Intelligenz. Dabei können erfahrungsgemäß kuriose Ergebnisse rauskommen!

Ich mache den Test von was-studiere-ich.de – der offizielle Orientierungstest des Landes Baden Württemberg, der für ein Studium in diesem Bundesland nachzuweisen ist. Und Überraschung: Er fällt durchaus positiv auf!

Es gibt viele solcher Interessenanalysen, Orientierungstest und Studienwahlhilfen – einige habe ich schon durchlebt. Manche attestierten mir besonders gute Fähigkeiten im Management (start frei!), der nächste sagte, ich sollte Dirigent werden (studieren-studium.de) und der schließlich dritte meinte, ein Fach wie Biologie (Borakel) sei das Richtige. Tatsächlich ist mein momentaner Wunsch ein Studium der Philosophie und Musikwissenschaft. Ich bin gespannt, ob mich der Selbsttest umstimmen kann!
Ich besuche also die Seite von was-studiere-ich.de.  Sehr schlichtes Design, aber auch sehr seriös. Auf das wesentliche reduziert. Ich starte den Test. Wie gewöhnlich beginnt der Test mit einer Analyse meiner Interessen. Fragen zu meinen Interessen und dem, was ich mir im Studium wünsche, müssen auf einer Skala beantwortet werden. Zehn Minuten gehen ins Land… Danach gucke ich, was das Zwischenergebnis macht: Wow! An erster Stelle steht Musikwissenschaft. Nicht schlecht. An zweiter Stelle, ich stutze, steht Ethnologe, aha. Es folgen weitere Kulturwissenschaften (die ich nicht uninteressant finde), Komponist (auch mal ein Berufswunsch von mir) und Astronom (der Berufswunsch meiner Kindheit). Für den Anfang nicht schlecht! Ich sehe am Rand, dass man bestimmte Gebiete in der Gewichtung rauf oder runter stufen kann – schöne Idee, falls sich die Interessen ändern.
Ich halte durch! Ich mache auch die Kompetenzüberprüfung. Ich quäle mich durch Wortgruppen des Sprachentest, durch Dreisatzrechnungen des Mathematiktest und das räumliche Denken, was ungefähr anderthalb Stunden in Anspruch nimmt. Schließlich, ich schaue mit müden Augen auf das Ergebnis, alles gleich: Jede Fähigkeit rangiert bei 80%  – das bedeutet , dass ich hier besser bin als 80% der 16- bis 19-Jährigen. Laut der Website noch Durchschnitt. Wie kann das sein? Der Test ist Pflicht für jeden, der in Baden-Württemberg studieren möchte. Die, für die der Studiengang schon feststeht, ist der Test eine Last und sie hecheln nur durch, ohne ihn ernsthaft zu bearbeiten, was das Ergebnis verfälscht.
Leider hat der Fähigkeitentest keinerlei Auswirkungen auf die Studienvorschläge – schade. Da was das so gut wie umsonst, zumal meine Fähigkeiten überall gleich zu sein scheinen. Doch der Interessentest ist für eine Orientierung gut. Ich glaube, man muss sich einfach Studieninhalte, beispielsweise auf den Seiten der Hochschulen, durchlesen und das machen, was einem interessiert. Also: Viel Erfolg!

Wer seine Eignung für verschiedene Studiengänge überprüfen möchte, dem ist diese Übersichtsseite der Universität Heidelberg eine Hilfe. Hier sind Eignungstest, Orientierungshilfen und fachspezifische Tests aufgelistet.

One Comment

  1. Klasse geschrieben, genau auf den Punkt, habe den Test noch nicht gemacht, werd ich aber, war eine gute Hilfe und Denkanstöße!!

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