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Anglerglück

Zwei Meter langen und 60 Kilo schweren Wels an der Angel

Moritz Meyer (li.) und Tim Ruschmeyer präsentieren ihren großen Fang.

Moritz Meyer (li.) und Tim Ruschmeyer präsentieren ihren großen Fang.

Über eine Stunde kämpften Moritz Meyer und Tim Ruschmeier mit einem zwei Meter langen, 60 Kilogramm schweren Wels im Zanderteich in Bad Oeynhausen. „Gegen 20 Uhr biss der Wels an. Wir merkten gleich, dass es ein großer Fisch sein musste, denn er hatte fast die gesamte Schnur von der Rolle gezogen“, so der 25-Jährige. „Später wurde er müde.“ Beide Freunde stürzten sich ins Wasser und zogen das Tier mit Helfern an Land. „Danach waren wir total erschöpft“, erzählt Meyer. Wenn Welse zu groß werden, müssen sie raus aus dem Teich – sonst werden sie für andere Fischpopulationen zur Gefahr.

3 Comments

  1. Affeldt Till sagt:

    Hier mal ein Statement eines überzeugten Vegetariers.
    Dieser Art von Artikel stehe ich gänzlich kritisch gegenüber.
    Angeln ist letztlich auch nur das Töten von Tieren aus purer Selbstgefälligkeit.
    Unter „Glück“, wie es im Titel genannt wird, verstehe ich alles andere als gezielt einem fühlenden Wesen einen Haken durch die Wange zu jagen und es an Land ersticken zu lassen.

    Im Artikel wird dies geradezu heldenhaft beschrieben. „Wenn Welse zu groß werden, müssen sie raus aus dem Teich“ – ganz ‚tolle‘ Rechtfertigung. Das klingt, als hätten die beiden Angler es gezielt auf dieses eine Lebewesen abgesehen. Aufgrund der Aussage „Wir merkten gleich, dass es ein großer Fisch sein musste“ kann dies wohl kaum so gewesen sein. Ihnen ist es völlig egal, ob der Fisch, den sie töten, wichtig oder schädlich für den Teich ist. Und selbst wenn dem so wäre, gäbe es bessere Möglichkeiten als das Abschlachten eines Lebens. Einfangen und in einen größeren Teich bringen wäre für die Stadt kein Problem; dann hätten jedoch auch Hobbyangler noch immer kein Recht zu sowas.
    Diese beiden Leute und alle, die hier positiv „Helfer“ genannt wurden sind für mich alles andere als „Helden“ – wie kann man nur stolz darauf sein, ein Mörder zu sein?

    Zeitungen sollten Anstand und Moral verbreiten. Was sollen also Leser aus so einem Artikel lernen? Dass man gefeiert wird, wenn man Fische umbringt und dafür sogar in die Zeitung kommt?

  2. Jo sagt:

    Es gibt in Biozonösen aber auch sowas wie „top-down- Kontrolle“, Nahrungsnetze, Nahrungsketten und Sekundärkonsumenten. Letzteres, die Carnivoren, sind wir Menschen eben, auch wenn es einige gibt, die sich vegetarisch oder sogar vegan ernähren. So wie diese ihre Lebensweise akzeptieren haben wollen, sollte es bitte auch andersrum sein! Es gibt Menschen, die angeln und ja, die essen ihren Fang vielleicht auch noch.
    Außerdem finde ich es sehr schwierig mit Schlüsselarten zu argumentieren und dass diese geschützt werden müssen, klar ist das Fakt, aber woher willst du wissen, dass diese Fische Schlüssenarten sind?

    Zeitungen sollte doch nicht einfach manches komplett ignorieren, und auch muss Zeitug nicht immer total neutral und wissenschaftlich sein. Als Leser sollte man lieber immer wieder sich selbst ein Bild davon machen und man draf sich einfach seinen Teil denken und natürlich auch kommentieren, aber manchmal nicht zu voreilig! 😉

    1. Jo sagt:

      Wie im Artikel auch angesprochen wird könnte man sogar eher davon ausgehen, dass Welze eher eine dominate Art sind und durch ihr Verlust kann sogar die Diversität steigen im Teich! 😉

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