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23-Jähriger soll Brände im Studentenheim gelegt haben

Lemgo (lz). Ein 23-Jähriger aus Lemgo, der am Montag nach dem erneuten Brand im Studentenwohnheim am Lüttfeld von der Polizei festgenommen wurde, sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler verdächtigen ihn, beide Brände in dem Wohnheim gelegt zu haben. Der 23-Jährige soll laut einer Mitteilung der Polizei erst vor einigen Monaten in das Studentenheim nach Lemgo gezogen sein und studiert in der alten Hansestadt. Er schweigt bisher zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.
Für die Polizei deuten viele Indizien auf einen Tatzusammenhang zwischen der Brandstiftung am 16. Oktober und dem Feuer im Wohnheim am Montagnachmittag. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Detmold hat der zuständige Haftrichter am Dienstag einen U-Haftbefehl gegen der 23-Jährigen erlassen, der bereits wegen kleinerer Delikte anderer Art polizeilich bekannt sein soll. Am Montagnachmittag war die Feuerwehr erneut zum Studentenwohnheim am Lüttfeld geeilt, weil es im vierten Stock brannte und eine Frau um Hilfe rief. Obgleich ein Hausmeister der Feuerwehr den Generalschlüssel gab, ließ sich die Tür zur brennenden Wohnung nicht öffnen – die Hitze hatte schon ihre Spuren hinterlassen. Da sich die Flammen drohten, durch die Tür zu fressen, brach die Feuerwehr diese auf.

Das Feuer zündete durch – die Flammen schlugen weit in den Flur, wo ein Feuerwehrmann Verbrennungen an der Wange erlitt. Nach 20 Minuten hatten die 40 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Die Brandbekämpfer retteten die Frau über die Drehleiter. Sie wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.  Der 23-Jährige war dabei in Tatortnähe von Zeugen gesehen worden. Er lief davon, als die Feuerwehr eintraf. Mit einem Großaufgebot von sieben Streifenwagen machten sich die Polizisten an die Verfolgung – wegen der vielen Gärten in der Siedlung keine einfache Angelegenheit. Schließlich wurde der Mann jedoch festgenommen.

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