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Bildung

Mehr Zeit für Bildung! 

Zündstoff-Mitarbeiterin Ann-Christin Meier ist 16 und besucht die10. Klasse des Detmolder Grabbe-Gymnasiums und leidenschaftliches Plädoyer für G9 – das derzeitige G8-System erzeuge Stress und biete viel zu wenig Raum zur Persönlichkeitsentwicklung.
Ich könnte mal wieder Gitarre üben“; „Eigentlich hätte ich schon mal Lust eine neue Sportart auszuprobieren“; „Ich müsste jetzt auch mal bald mit der Fahrschule anfangen.“ Dies und ähnliches denken sich wahrscheinlich viele Schüler heutzutage. Man hat kaum noch Zeit für Dinge, die man gerne machen würde in seiner Freizeit, denn die Schule spannt viele Jugendliche immer mehr ein.

Nur noch Terminstress

Freizeitaktivitäten, die vor geraumer Zeit noch gut vereinbart werden konnten, sind gerade heutzutage unter ständigem Druck und Belastung nur noch zusätzlicher Terminstress. Gerade auch durch das verkürzte Gymnasium mit acht Schuljahren (G8) wurde dieser Effekt noch einmal deutlich verstärkt. Drei bis vier Nachmittage verbringt man als Schüler mittlerweile in den Klassenräumen, hinzu kommen noch Hausaufgaben, Referate und zahlreiche Lernphasen für Klausuren.

Ausgleich ist schwer zu finden

Ein Hobby zu finden, dass einem den nötigen Ausgleich bietet und in diesen vollen Zeitplan hineinpasst, ist womöglich eine echte Herausforderung. Auch Politiker haben über dieses Thema nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass Unterricht und Hausaufgaben deutlich gekürzt werden sollen. Da fragt man sich nur wie das funktionieren soll, denn die Anzahl der wöchentlichen Schulstunden ist klar festgelegt und der Schulstoff muss trotzdem gelehrt werden.

Themen werde nur noch schnell abgearbeitet

Die Themeninhalte können ohnehin durch die verkürzte Schullaufbahn nur noch schnell ohne jegliche Ruhe abgearbeitet werden. Außerdem ist das Abitur dasselbe, sodass es unmöglich ist auf bestimmte Themeninhalte zu verzichten. Andererseits klingen die versprochenen Kürzungen erleichternd, doch sie werden wohl erst in mehreren Jahren in Kraft treten. Somit verbleibt einem Großteil der Schüler die Chance daran profitieren zu können.

Große Zweifel an G8

Meiner Meinung nach wäre es an der Zeit wieder ein Schuljahr anzuhängen, damit sich die gesamte Laufbahn wieder etwas entzerrt. Ich denke, dies wäre ebenfalls von Vorteil bei der Berufswahlfindung, denn mit einem ganzen Schuljahr mehr hätte man mehr Zeit sich über seine eigenen Interessen zum späteren Beruf im Klaren zu werden. Zudem sind Praktika oder auch ein Auslandsjahr gut möglich und können sehr hilfreich für die eigene persönliche Entwicklung sein. Aus diesen Gründen bezweifele ich die verkürzte, achtjährige Schulzeit und plädiere klar für neun Jahre Gymnasium.

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